Konzept zur Errichtung von Ökodörfern in Oberösterreich
Was ist ein “Ökodorf”
Ökodörfer sind kleine, ländliche oder städtische Gemeinschaften, die das Ziel haben, kooperative soziale Beziehungen und eine ökologische Lebensweise zu verbinden. Ökodörfer bemühen sich um die Erneuerung lebenserhaltender Systeme, um die Förderung der Entfaltung jedes einzelnen Menschen und um die Erforschung einer Lebensweise, die der Harmonie zwischen den Menschen und des Menschen mit der Natur förderlich ist. (Quelle: EUROTOPIA)
Im Gegensatz zu Öko-Siedlungen, in denen lediglich der baubiologische Aspekt verwirklicht wird, zeichnen sich Ökodörfer dadurch aus, dass sie neben dem ökologischen Aspekt auch den kommunikativen, zwischenmenschlichen Bereich abdecken.
In Österreich ist derzeit kein vergleichbares Projekt bekannt, das die Bezeichnung Ökodorf verdient. Es gibt jedoch einige Öko-Siedlungen.
Der Verein "Leben in Gemeinschaft" hat zum Ziel:
Eine dörfliche Struktur, in der eine Kultur des förderlichen Umgangs miteinander entwickelt wird, soll Isolation und Vereinzelung entgegen wirken. Nachbarschaftshilfe und gegenseitige Unterstützung sollen speziell für die Betreuung von Kindern und älteren Menschen Synergieeffekte erzeugen, die zu einer Verbesserung der Lebensqualität aller dort lebenden Menschen führen. Gemeinschaftsräume, drinnen und draußen, für gemeinsame Arbeit, Begegnung und Muße bieten das Feld, in dem Gemeinschaft entstehen und gelebt werden kann.
Die Gemeinschaft soll auch ein Ort der Geborgenheit für einige stärker benachteiligte Menschen sein, die sonst ausgeschlossen am Rande der Gesellschaft leben müssten.
Kooperation mit einer oberösterreichische Wohnungsgenossenschaft.
Durch die Zusammenarbeit mit einer Wohnungsgenossenschaft soll die Umsetzung auch für jene Menschen ermöglicht werden, die nicht über Eigenkapital verfügen. Die Kooperation kann von Beratung bis Errichtung reichen und soll den zukünftigen BewohnerInnen Freiräume für Gestaltungsmöglichkeiten und Eigenleistungen bieten.
Baubiologisches und ökologisches Wissen soll sowohl bei der Errichtung der Gebäude als auch bei der Abwasserbeseitigung, Energiegewinnung und Regenwassernutzung angewendet werden. Um Wohnbaufördermittel, Energiesparförderungen und sonstige Fördermittel soll angesucht werden.
Bei der Wahl des oder der ArchitektIn wird darauf Wert gelegt, dass diese oder dieser Erfahrung in ökologischem Bauen hat.
Förderung durch Haus der Zukunft BMVIT.
Angestrebt wird eine Zusammenarbeit mit dem Forschungsprogramm “Haus der Zukunft” beim BMVIT (www.hausderzukunft.at). Zu diesem Zweck soll ein Projektteam gegründet werden, das sich wie folgt zusammensetzt:
Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen europäischen Ökodörfern und Initiativen im Rahmen des weltweit tätigen “Global Ecovillage Network” GEN, des europaweit tätigen GEN-Europe, und im Rahmen von Eurotopia, das vor allem im deutschsprachigen Raum sehr aktiv ist.
Es bestehen auch bereits intensive Kontakte zu österreichischen Initiativen in anderen Bundesländern. An einer österreichweiten Kooperation und Dokumentation wird bereits gearbeitet (Stichwort “Austrotopia”)
Für die Realisierung solcher innovativer, generationenübergreifender Gemeinschaftswohnprojekte haben wir einige Objekte ins Auge gefasst.
Wichtige Kriterien bei der Auswahl:
Soziale, ökologische und ökonomische Aspekte sollen verwirklicht werden:
1. Soziale AspekteWeitergehende Details zu den hier nur als Stichpunkte angeführten sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten eines Ökodorfs, Strategien der Umsetzung und der zu erwartenden Auswirkungen sowie Literaturangaben finden Sie unter dem Menüpunkt “Grün-Preis 2003”.